Ausführliche Darstellungen zu den Zuständen in den Rheinwiesenlagern gibt es unter: rheinwiesenlager.de
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BacqueBuchEine Million Tote in den alliierten Rheinwiesenlagern – diese Zahl wird von manchen Medien und von unseren Gegnern oft bezweifelt. James Bacque (Studium der Geschichte und Philosophie an der University of Toronto, Redakteur mehrerer kanadischer Zeitschriften) hat im folgenden Buch Beweise für die Zahl von einer Million dargelegt:

James Bacque
Der geplante Tod: Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen und französischen Lagern 1945-1946
480 Seiten, Verlag: Ullstein Taschenbuch, ISBN: 978-3548331638

Aus den Buchbeschreibungen:

Unter der verharmlosenden Bezeichnung „Other Losses“ („Andere Verluste“) tarnten die US-Streitkräfte 1945/46 das Massensterben deutscher Kriegsgefangener in amerikanischen Lagern auf deutschem Boden. Der kanadische Historiker James Bacque war tief erschüttert, als er das erste Mal Kenntnis von diesem Kriegsverbrechen erhielt. Der pathologische Deutschenhasser General Dwight David Eisenhower hatte diesen Massenmord gezielt betrieben und systematisch verschleiert. Erst Bacques Forschungen förderten das ganze Ausmaß – fast 1 Million in amerikanischer und französischer Gefangenschaft vernichtete deutsche Soldaten – zutage. Rund 2.000 Überlebende der alliierten Hungerlager haben sich nach Erscheinen der ersten Auflage dieses Buches an Autor und Verlag gewendet. Deren neue, aufsehenerregende Hinweise flossen in die vorliegende Neuausgabe dieses Bestsellers ein.

Dieses Buch war eine Sensation. Nach gründlichen Recherchen konnte James Bacque nachweisen, daß nahezu 1 Million Deutsche in den Kriegsgefangenenlagern der Amerikaner und Franzosen umgekommen waren. Aber nicht nur die Zahl der Opfer, sondern die Tatsache, daß u. a. eine gezielte, von General Eisenhower zu verantwortende Politik Schuld an den Todesfällen hatte, war erschütternd. Die Akten, die diesen Skandal bekunden, sind vernichtet, verfälscht oder als »Geheim« unter Verschluß gehalten worden. Der beginnende Kalte Krieg und das neue Bündnis der Bundesrepublik mit den USA und Frankreich ließen es als inopportun erscheinen, an dieser Sache zu rühren. In mühevoller Kleinarbeit hat Bacque die Mosaiksteine dieses erschütternden Bildnisses zusammengetragen. Weit davon entfernt, in alten Wunden wühlen oder neue Gräben aufreißen zu wollen, geht es ihm allein darum, der historischen Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen. Diese überarbeitete 9. Auflage enthält wiederum neues Material, das sich unter anderem nach der Öffnung der sowjetischen Archive ergeben hat.

In einem Interview mit der Wochenzeitung Junge Freiheit vom 4. Juni 2004 äußert sich der Buchautor Bacque zu den Rheinwiesenlagern und der damit zusammenhängenen Vernichtungspolitik der Alliierten gegen Deutsche. Hier ein Auszug:

Bacque: Noch deutlicher wird die Fragwürdigkeit von der These der „Befreiung“ Deutschlands, wenn man bedenkt, daß Amerikaner, Franzosen, Sowjets und in geringerem Maße auch die Briten eine Hungerkatastrophe ausgelöst haben, der Millionen Deutsche zum Opfer fielen.

Millionen?

Bacque: Millionen.

Die offizielle Geschichtswissenschaft ist sich im unklaren über die Zahl der Toten, hält aber Ihre Angaben für bei weitem zu hochgegriffen.

Bacque: Kein Historiker hat jemals angezweifelt, daß über 1,5 Millionen Deutsche nach 1945 in alliierter Kriegsgefangenschaft umgekommen sind. Die Diskussion drehte sich lediglich darum, wer ihren Tod verursacht hatte. Die „Hofhistoriker“ beider Seiten schoben sich während der Jahrzehnte des Kalten Krieges gegenseitig die Schuld zu. Nach dem Studium der Akten in Ost und West komme ich zum Schluß, daß es im Westen etwa eine Million toter deutscher Kriegsgefangener und – es mag Sie überraschen – im Osten eine halbe Million gegeben hat. Dieselben Quellen, auch westalliierte sowie deutsche, zeigen, daß zwischen 1945 und 1950 weit mehr Deutsche umgekommen sind als im damaligen europäischen Mittel von zwölf pro tausend Personen. Tatsächlich geht diese erhöhte Sterbezahl in die Millionen. Diese Tatsache ist niemals offiziell festgestellt worden. Deshalb habe ich heute die Hofhistoriker am Hals. Dabei sollten sie sich lieber einmal den Akten widmen.

Für gewöhnlich wird das Massensterben in Deutschland mit dem Unvermögen der Alliierten erklärt, zum Beispiel die vielen deutschen Soldaten in den sogenannten Rheinwiesenlagern adäquat zu versorgen. Welche Beweise haben Sie für die These, es handle sich um gezielte Maßnahmen?

Bacque: Es gab damals nicht nur die berüchtigten Rheinwiesenlager – ganz Deutschland glich einem Gefangenenlager. Meine Recherchen haben ergeben, daß Lebensmitteldepots damals – auf Anweisung – nicht für die Gefangenen geöffnet wurden. Überlebende berichteten zudem, daß vor allem der Durst wütete – dabei war zum Beispiel bei den Rheinwiesenlagern der Rhein nur 200 Meter entfernt! Überdies wurden vorhandene Zeltdepots der Wehrmacht wie der US-Armee nicht freigegeben. Selbst Verwundete und Kranke lagen unter freiem Himmel im Schlamm – Regen, Kälte und Wind schutzlos ausgesetzt. Teilweise wurde den Gefangenen sogar verboten, sich selbst „Unterkünfte“, etwa Erdlöcher, zu graben. Weiterhin gab es keine medizinische Versorgung, und die Regeln der Genfer Konvention wurden mit Füßen getreten. Das waren eher Vernichtungs- als Kriegsgefangenenlager.

Nach Ihren Erkenntnissen geschah all dies auf Initiative des Oberkommandierenden der US-Streitkräfte General Dwight D. Eisenhower. Warum?

Bacque: Aus primitivem Haß auf die Deutschen, so wie ihn bekanntlich auch Präsident Roosevelt gehegt hat. Erschreckend ist aber nicht nur das planvolle Vorgehen der Alliierten und das Ausmaß des Sterbens, sondern daß es darüber hinaus zu regelrechten Bestialitäten gegenüber Gefangenen kam.

Berichte sprechen von Folterungen, die alles in den Schatten stellen, was wir derzeit aus dem US-Gefängnis Abu Gharib in Bagdad kennen. Etwa Zusammenschlagen mit Eisenstangen, Knochenbrechen, Quetschen der Hoden, Scheinhinrichtungen, Strangulation bis zur Ohnmacht, Unterkühlung in Isolationszellen, Einschließen in Hitzekammern bei 80 Grad Celsius.

Bacque: Ich kann nur Vorfälle bestätigen wie willkürliches Hineinschießen in das Lager durch die Wachmannschaften, willkürliches Verprügeln von Gefangenen mit Knüppeln mit schwersten Verletzungen als Folge oder das Überrollen schlafender Gefangener des Nachts mit Planierraupen, wobei diese entweder zerquetscht oder in ihren Erdlöchern lebendig begraben wurden. Und all das, ohne daß die Schuldigen belangt wurden.

Als 1989 Ihr Buch in Deutschland erschien, wurde es schlagartig zum Bestseller. Die Fachwelt blieb aber reserviert.

Bacque: Ganz erstaunlich war die Leserbriefflut, Tausende Deutsche schrieben: „Ja, so war es!“ Zuvor gab es mal ein Buch von Paul Carell und Günter Bödecker dazu, „Die Gefangenen“, es erlangte aber nie die Relevanz meines Buches. Allerdings, in der Tat, so groß der Erfolg beim Publikum war, so groß waren die Vorbehalte, ja die Ablehnung, auf die das Buch bei vielen Journalisten, der Bundesregierung und beinahe der gesamten deutschen Fachwelt stieß.

Warum?

Bacque: Ich vermute zwei Gründe. Der erste ist ein psychologischer: Menschen mögen es nicht, schlechte Nachrichten über sich zu hören. Die Niederlage und die unmittelbare Nachkriegszeit war eine Zeit der Demütigung für Deutschland – kein Augenblick der Geschichte des Vaterlandes, mit dem man sich identifizieren möchte. Da geht man auf Distanz. Der zweite Grund ist, daß man ab den 1950er Jahren begann, die Westalliierten als die Schutzmacht vor dem Kommunismus zu sehen, und demzufolge alles „Häßliche“ ausblendete – ja, sie sogar als „Befreier“ und „Bringer der Demokratie“ zu idealisieren begann. In der Vorstellungswelt vieler Deutscher waren Briten bald nur noch nobel und Amerikaner gutmütig, alle mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn.

Was betrachten Sie als Ursache für diesen Wandel?

Bacque: Eine erfolgreiche Umerziehung der jüngeren Generation.

Sie sprechen von der sogenannten „Reeducation“?

Bacque: Ja, ein System aus Propagandalügen: Der Besiegte übernimmt die Geschichtsschreibung des Siegers. Ich konnte bei meinen Besuchen in Deutschland immer wieder feststellen, daß beinahe durch jede Familie hier ein Riß ging. Ein Riß zwischen der Erlebnisgeneration und den Nachgeborenen.

Inwiefern?

Bacque: Die älteren Deutschen erinnerten sich noch daran, was sie tatsächlich erlebt hatten. Aber wenn sie es den Jüngeren erzählten, dann forderten diese sie auf, zu schweigen. Ich habe bei einer Lesung in Kanada 1989 erlebt, wie eine etwa dreißigjährige Deutsche nach der Veranstaltung auf mich zukam und mich weinend umarmte, weil ich – wie sie sagte – „ihr Leben verändert“ hätte. Warum? Weil meine Buch ihr gezeigt habe, daß ihr Vater doch die Wahrheit erzählt hatte. Das Traurige an der Geschichte ist nur, daß der Vater inzwischen gestorben war. Er hat also zu Lebzeiten nie erfahren, daß seine Tochter sich doch noch innerlich mit ihm versöhnt hat. Solche Dinge sind mir immer wieder passiert und ich glaube, hunderttausendfach in Deutschland. Schließlich setzte sich dieses Beschweigen der historischen Wahrheit der Erlebnisgeneration in Deutschland auch in der Öffentlichkeit durch. Zeitungen und Buchverlage, die noch ein historische statt einer moralischen Sicht der Dinge pflegten, wurden zunehmend als „rechtsextrem“ diffamiert.

Das vollständige Interview ist im Archiv der Jungen Freiheit nachzulesen:
http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=04&File=244yy09.htm