Die erste Aktionswoche zu den Rheinwiesenlagern verlief wie geplant und war hauptsächlich geprägt von der Arbeit mit dem Informationsmaterial. Alles verlief dabei komplikations- und störungsfrei. So wurden beispielsweise tausende Haushalte in Bad Neuenahr, Sinzig, Heimersheim, Linz und Unkelbach mit dem Informationsmaterial zur Kampagne versorgt und dabei viele interessante Gespräche mit Anwohnern geführt.

Das Echo bei diesen Gesprächen war durch die Bank positiv. Ältere Leute freuten sich darüber das es auch heute noch Menschen gibt, die die Toten der Rheinwiesenlager nicht vergessen haben und die Jüngeren zeigten sich erstaunt über die Dinge, die sich vor nicht allzul anger Zeit direkt vor ihren Haustüren abgespielt hatten. Erstaunte Sätze wie: “Das klingt ja wie ein Guantanamo am Rhein.”, haben wir dabei mehr als einmal zu hören bekommen und so falsch ist der Wahrnehmung der Jungend dabei gar nicht. Auch wenn das Unrecht in Guantanamo noch weit von einem systematischen Massenmord,  wie er in den Rheinwiesenlagern durchgeführt wurde, entfernt ist, ist doch offensichtlich, dass das Verhalten der Besatzer sich auch in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich verändert hat.

Am Wochenende gab es, neben den Verteilaktionen tagsüber, noch die Möglichkeit an einer Saalveranstaltung im Großraum Karlsruhe teilzunehmen. Bei der Veranstaltung wurde, neben den Lebenserinnerungen zweier Zeitzeugen, auch ein Vortrag zu den Hintergründen und Abläufen in den Rheinwiesenlagern gehalten.

Wir danken allen Aktivisten für die viele Energie und die Zeit, die bereits in der ersten Woche investiert worden ist. Wir wissen alle, dass der Weg zur Wahrheit lang ist, aber mit der Hilfe von Aktivisten, die niemals müde werden die Wahrheit zu verbreiten, wird der Einfluss der Lüge jeden Tag ein Stück weit zurückgedrängt.