Am Nachmittag des Volkstrauertages führten volkstreue Deutsche unter der Leitung des NPD-KV Deutsche Weinstraße im Zuge der Rheinwiesenlager-Aktionswoche einen Kundgebung am Gedenkstein in Böhl-Iggelheim durch.

Im Vorfeld wurde der angemeldete Trauermarsch von Haßloch nach Böhl-Iggelheim von der Kreisverwaltung Bad Dürkheim wie auch des Rheinpfalz Kreises verboten, da laut Kreisverwaltungen ein Trauermarsch nicht mit dem Charakter des Volkstrauertages in Einklang zu bringen wäre. Weiterhin könnte die öffentliche Sicherheit auf Grund von Bürgerprotesten nicht sicher gestellt werden. Ein Gericht wird dies im Nachgang noch klären müssen.

In Böhl befand sich 1945 eines der berüchtigten Rheinwiesenlager. Entlang am Rhein erichteteten zum Kriegsende die angeblichen Befreier aus Übersee dutzende von Lagern zur Inhaftierung von deutschen Soldaten, Frauen und Kindern. In den sogenannten Rheinwiesenlagern wurden gegen Kriegsende über 3,4 Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten inhaftiert. Unter katastrophalen hygienischen Zuständen zusammengepfercht, starben in den Jahren 1945/46 fast eine Million dieser Gefangenen, in Zahlen ausgedrückt: 1.000.000 Gefangene! Sie verhungerten oder erlagen Seuchen in den Händen der sogenannten Befreier. Eine Million Menschen, die in den Akten der US-Streitkräfte lediglich unter der Bezeichnung „Other losses“ aufgeführt wurden und deren qualvoller Tod heute einfach systematisch totgeschwiegen werden soll. Im Böhler Lager waren bis zu 50.000 Deutsche auf Wiesen und Äckern eingepfercht.

Ein Banner mit der Aufschrift „Eine Million Tote rufen zur Tat“ wurde am Gedenkstein entrollt. Der mit Kerzen und Kränzen verzierte Gedenkstein wurde links und recht von zwei schwarzen Fahnen und Fackelträgern begleitet. Nach der Ansprache von Klaus Armstroff wurden verschiedene Gedichte verlesen. Neben einem lokalen Redner, der nochmal die Wichtigkeit der Rheinwiesenlagerkampagne unterstrich und die verschiedenen Aktionen der letzten Tage zusammenfasste, ergriff noch ein Organisator des Trauermarsches durch Remagen am 19.11.2011 das Wort. Gegen 15.00 Uhr wurde das Gedenken mit einer Schweigeminute beendet und die ca. 50 Teilnehmer traten die Heimreise an.

Im Vorfeld hefteten noch Aktivisten der Pfalzpatrioten während der offiziellen Trauerveranstaltung auf dem Haßlocher Friedhof an alle um den Friedhof herum parkenden Autos die Rheinwiesenlagerbroschüre.

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